Buddhistische Philosophie

Wenn man die Vergänglichkeit
Im Innersten würdigt
Wird alles was einem begegnet
Ursache für die Erleuchtung.

Jack Kornfield

Texte, die dich inspirieren.
Ansätze zur Entschleunigung.
Ermutigung zu persönlicher Transformation.
Reflexionen zu gesellschaftlichen Veränderungen.
Wiederverbindung mit dem lebendigen Dasein.

All das und mehr kannst du finden wenn du verweilst und dich auf die folgenden Geschichten und Gleichnisse einlässt.

INSPIRATION

Die Kunst glücklich zu leben und friedvoll zu sterben verbindet indische Befreiungssuche mit griechischer Liebe zur Weisheit. Sokrates und Buddha waren Zeitgenossen der sogenannten Achsenzeit. Beide starben friedlich etwa 400 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung. Das Erbe, das wir heute antreten, gleicht einem Schatz: Zunächst erscheint er wertvoll von außen – doch je mehr du in die Tiefe gräbst, umso mehr Juwelen entdeckst Du. So ist es bei der Philosophie, und so ist es auch beim Dhamma. Wenn wir die Anfänge des philosophischen Denkens in Griechenland und Indien betrachten, dann sehen wir, dass es sich um einen Zeitpunkt handelt, zu dem Philosophie und Wissenschaft noch die gleiche Bedeutung hatten. Gautama war ein Mensch, der vor etwa 2500 Jahren lebte. Sein halbes Leben wanderte er durch Indien. Auf seinem Weg brachte er Menschen bei, wie sie sich von dukkha, also von Unzufriedenheit, Kummer und Leid befreien. Er lehrte nichts Anderes als dukkha und das Ende von dukkha. Begleitet wurde er von Ānanda, der Gautamas Worte im Herzen aufnahm und diese wiedergeben konnte. Ungefähr so wie Platon es verstand, Sokrates‘ Kunst der μαιευτική τέχνη, sprich, der philosophischen Hebammenkunst, für die Nachwelt festzuhalten.

Menschen haben gemäß ihrer Vorlieben und Abneigungen unterschiedliche Persönlichkeiten. Es gibt so viele Menschen. So viele Überzeugungen, Meinungen und Einstellungen. So viele Weltanschauungen und Glaubensrichtungen. Dementsprechend gibt es öffentlich zugängliche Lehren und verborgene, geheime Lehren. Es gibt Methoden, die alles detailliert erklären und solche, die dich selbst herausfinden lassen was funktioniert und was nicht. Was am Markt Kundenorientierung ist, ist in der Spiritualität das Wissen um die persönlichen Neigungen und Überzeugungen. Manche Lehrer vertreten daher den sanften und manche den harten Weg, manche wählen die Methode der offenen und andere die Methode der geschlossenen Hand. Doch sie verweisen alle auf dieselbe Wahrheit.

To study the Buddha Way is to study the self.
To study the self is to forget the self.
To forget the self is to be actualized by myriad things.

Dogen Zenji (1200-1253)

Buddha bedeutet „erwacht“. Die Fähigkeit zu erwachen ist jedem Menschen gegeben. Erwachen aus dem Traum, ein Ich zu sein oder zu haben. Erwachen aus dem Traum der sich wie ein Rad im Kopf drehenden Gedankenwelten. Erwachen aus der Identifikation mit dem psychophysischen Konstrukt. Erwachen aus der Gewohnheit, sich selbst oder andere zu verurteilen. Erwachen aus dem Traum, sich mit anderen zu vergleichen und sich besser, schlechter oder gleich zu wähnen. Erwachen aus dem Traum, immer besser werden zu müssen. Erwachen aus dem Traum, die eigene Wahr-Nehmung für die Wahr-Heit zu halten. Erwachen aus dem Traum, das Leben planen, ordnen und kontrollieren zu können. Erwachen aus dem Traum in die Wirklichkeit, ins lebendige Dasein.

Die Lehren Buddhas weisen den Weg zur Wahrheit. Den Weg selbst muss allerdings jeder Mensch für sich selbst gehen. Sei dir bewusst: Du erkennst die Wahrheit, wenn sie sich in einer Form zeigt, die für dich annehmbar ist. Die Frage: „Wie?“ wird durch den Weg, den du gehst, beantwortet. Wie du dich selbst siehst bestimmt mit, wie du die Welt siehst. Die Wahrnehmung der Welt reflektiert deine eigene Haltung zu ihr. Diese Einsicht kann eine Krise bewirken, und eine Krise ist die Chance, einen neuen Weg zu wählen.




PRAXIS ERDMITTE

Mag. Michael »Kimo« Weiss
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1160 Wien

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